16. Bolivien, Chile, Bolivien: Eine Überraschung jagt die nächste!

Wir haben einen echt wertvollen Reisepass! Bei der Einreise nach Bolivien hatten wir ein paar Israelis getroffen, die doch glatt 90 $ für ihr Visum zahlen mussten. Uns kostete die Einreise lediglich ein Lächeln. Sogleich beeindruckten uns in Villazón die putzigen Bolivianer mit ihrer traditionellen Kleidung und das leckere Straßenessen. Mit dem Lokalbus ging es nach Potosí (die Leute hier wundern sich doch immer wieder, wenn Europäer in ihren Bussen sitzen, freuen sich aber auch total),  der höchsten Stadt der Welt (4.000 m), die zudem schön erhaltene Kolonialgebäude besitzt. Schnell merkten wir: Europäer sind für diese Höhe nicht gemacht. An der Tagesordnung standen Kopfschmerzen (auch eine hohe Dosis Ibo war machtlos), teilweise Atemnot sowie Schlaflosigkeit. Und eiskalt war es auch noch. Dennoch brachte Potosí einige unvergessliche Erfahrungen mit sich. Diese Stadt war im MA größer als London oder Paris, da sie eines der größten Silbervorkommen der Welt hatte, das auch heute noch eine wichtige Rolle spielt. Deshalb besuchten wir eine Mine. Morgens ging es erst einmal zum Dynamitkaufen (Potosí ist die einzige Stadt der Welt, in der jeder legal Dynamit kaufen kann.). Anschließend stapften wir über einen Kilometer in den Berg hinein, beobachteten die Minenarbeiter (die hier unter schier unmenschlichen Bedingungen arbeiten müssen) und kraxelten durch alte Stollengänge. Dann wurde das Dynamit gezündet: Ein krasser Moment, den wir hoffentlich nie mehr erleben müssen. Die nächste Station war Sucre (2.800 m). Das Stadtzentrum aus der Kolonialzeit ist zu Recht Weltkulturerbe. Hier erlebten wir den Nationalstolz der Bolivianer an ihrem selbsternannten „Tag des Meeres“. Ein Top-Highlight unserer Weltreise erwartete uns in der Salzwüste von Uyuni. Der riesige Salzsee machte uns einfach sprachlos. Unser kurzer Zwischenstopp in Chile führte uns ins Valle de la Luna, einer Mondlandschaft mitten in den Anden sowie einem tollen Sternenhimmel (inkl. Milchstraße). Bevor wir wieder in unser geliebtes Bolivien zurückkehrten, erkundeten wir bei Iquique die Geisterstadt Humberstone, eine ehemalige Salpeterminenstadt. La Paz war dreckig, laut und faszinierend zugleich. Nichts für schwache Nerven aber ein tolles Erlebnis. Und wieder erfuhren wir: Die Bolivianer sind ein tolles Volk, immer für einen Plausch offen und von ganzem Herzen gönnen wir ihnen eine gute Entwicklung. Weiter ging’s zum Titicacasee (auf die peruanische Seite).

5 Gedanken zu „16. Bolivien, Chile, Bolivien: Eine Überraschung jagt die nächste!

  1. Endspurt….. genießt eure letzten Wochen.
    Yvonne du bist krass. … Du probierst echt alles.. siehe Hauswand. 🙂 LG Sibylle?

    1. Mensch da hattet ihr ja wieder tolle Erlebnisse und Eindrücke! Passt weiter auf euch auf und genießt die nächste Zeit! Bald sehen wir uns ja hoffentlich gesund wieder und dann fängt der Alltag an! Habt noch eine tolle und unvergessliche Zeit!!????

  2. Wow! Mit jedem Beitrag wird es interessanter!
    Und man ist schon ganz gespannt auf den Nächsten!
    Liebe Grüße Anna & Fritz

    1. Hallo Fritz und Anna,

      vielen Dank für Euren Kommentar. Es ist aktuell auch total spannend in Südamerika. Wir freuen uns so langsam aber auch euch alle wiederzusehen.

      Bis bald

      Timo und Yvonne

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